Was ist ein POS-System für Gastbetriebe?
POS steht für Point of Sale, also Verkaufspunkt. Im Gastbetrieb ist ein POS nicht nur die Kassa: Dort wird der Tisch geöffnet, die Bestellung an die Küche gesendet und der Beleg ausgestellt.
Kurze Antwort
- Ein POS-System im Gastbetrieb ist das Gerät oder die Anwendung, mit der die Servicekraft den Tisch öffnet und die Bestellung aufnimmt.
- Die Bestellung vom Tisch wird an die Küche weitergeleitet.
- Den Beleg stellt die Registrierkasse aus, die nach der Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) betrieben wird; das ist für Barumsätze vorgeschrieben.
- Jedes Gericht hat eine Rezeptur mit Gewichten, und die Lagerstände der Zutaten werden in derselben Anwendung geführt.
- Die Anwendung erstellt Berichte nach Tag, Gericht und Servicekraft.
Aus welchen Teilen ein POS im Gastbetrieb besteht
Bestandteile eines POS-Systems in einem Gastbetrieb mit Küche
| Bestandteil | Was er tut | Wo er steht |
|---|---|---|
| Bestellung am Tisch | Erfasst die Gerichte am Tisch und sendet die Bestellung an die Küche | Im Saal, auf dem Gerät, das das Team nutzt |
| Küche | Empfängt die Bestellungen vom Tisch | In der Küche |
| Registrierkasse | Stellt den Beleg und den Tagesabschluss aus | An der Kassa, getrennt von der Anwendung |
| Lagerstände | Zeigt die Lagerstände der Zutaten | In derselben Anwendung wie die Speisekarte |
| Berichte | Umsätze nach Tag, Gericht und Servicekraft | Im Verwaltungsbereich der Anwendung |
Was die Rechtslage verlangt
- Für Barumsätze gilt: Der Beleg wird über eine Registrierkasse nach der RKSV ausgestellt. Die Belegerteilungspflicht gilt auch für Gastbetriebe.
- Die Anwendung ersetzt keine Registrierkasse: Der Beleg wird über die Kasse ausgestellt, nicht über die Anwendung.
- Registrierkassen müssen bei den Behörden gemeldet werden; die Einzelheiten klären Sie mit dem Anbieter Ihrer Kasse.
- Für Firmenkunden wird eine Rechnung getrennt ausgestellt, etwa über Ihre Buchhaltung oder Ihr Rechnungsprogramm. Der Beleg bleibt das Dokument bei der Zahlung.
Praxisbeispiel
Beispiel: Tisch 12 bestellt zwei Pasta und ein Glas Wein. Die Servicekraft sendet die Bestellung, und die Küche erhält die Gerichte mit der Bestellzeit.
Bei der Zahlung stellt die Registrierkasse den Beleg für den Tisch aus. Der Bericht der Anwendung zeigt die Umsätze nach Gericht und Servicekraft, die Lagerstände prüfen Sie getrennt.
Häufige Fehler
- Sie wählen ein System, ohne vorab zu klären, wie Bestellungen und Kassa zusammenspielen, und tippen Beträge doppelt ein.
- Sie notieren jede Bestellung nicht eindeutig mit Tisch und Uhrzeit, daher wissen Sie nicht, was die Küche verlassen hat.
- Sie hinterlegen keine Rezepturen, daher wissen Sie nicht, welche Zutaten jeder Verkauf verbraucht.
- Sie erfassen den Grund jeder Stornierung nicht, daher finden Sie nur schwer heraus, was mit einer stornierten Bestellung passiert ist.
Wie 4restaurants.net hilft
- Die Bestellung vom Tisch wird aus derselben Anwendung an die Küche gesendet.
- Der Beleg wird weiterhin über Ihre Registrierkasse bei der Zahlung ausgestellt.
- Die Lagerstände der Zutaten liegen in derselben Anwendung wie die Bestellungen, damit Sie sie rechtzeitig prüfen.
- Berichte nach Tag, Gericht und Servicekraft zeigen die Umsätze des Service.